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Kundenbewertung durch Bonitätsauskunft minimiert den Forderungsausfall|
Schlechte Zahlungsmoral, Insolvenzen und Konkurse sind Themen, die auch im Unternehmensalltag seit langem Einzug gehalten haben. Selbst kleine und mittlere Unternehmen setzen sich vermehrt mit der Bonität Ihrer Kunden auseinander. Dieser Artikel wurde am 3.07.2008 von Olaf Brenn in der Kategorie Banken, Finanzen, Versicherungen eingetragen. |
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Schlechte Zahlungsmoral, Insolvenzen und Konkurse sind Themen, die nicht nur Schlagzeilen machen, sondern auch im Unternehmensalltag seit langem Einzug gehalten haben. Selbst kleine und mittlere Unternehmen setzen sich vermehrt mit der Bonität Ihrer Kunden auseinander. Warum ist die Prüfung gerade jetzt wichtig, wenn die deutsche Wirtschaft dazu im zweiten Quartal das kräftigste Wachstum seit fünf Jahren verzeichnet? Wie das Statistische Bundesamt mitgeteilte, stieg das Bruttoinlandprodukt (BIP) im zweiten Quartal 2006 um 0,9%. Ein derart starkes Wachstum vermeldete das Statistische Bundesamt letztmals im ersten Quartal 2001. Zahlungsverzug im Vergleich der Branchen Im verarbeitenden Gewerbe nimmt die Chemische Industrie beim Zahlungsverhalten weiterhin die Spitzenposition ein. Die Chemieunternehmen haben ihre Rechnungen im zweiten Quartal 11,4 Tage nach Fälligkeit bezahlt. Der Maschinenbau und die Stahl- und Metallindustrie weisen im Vergleich zum ersten Quartal keine Veränderung auf. Die Elektroindustrie hat als einzige Branche des verarbeitenden Gewerbes ihr Zahlungsverhalten mit einem Minus von 0,5 Tagen gegenüber dem ersten Quartal deutlich verbessert. Verantwortlich für die Stagnation im Zahlungsverhalten des Verarbeitenden Gewerbes könnte der etwas an Schwung verlierende Export sein, der in den vergangenen Jahren der Wachstumsmotor war und die Branchen des verarbeitenden Gewerbes beflügelte. Als wichtiger Anhaltspunkt für die Belebung gibt das Zahlungsverhalten Aufschluss über die finanzielle Stabilität eines Unternehmens und einer Volkswirtschaft. Liquiditätsprobleme äußern sich im Zahlungsverhalten. Ein drohender Zahlungsausfall eines Unternehmens aufgrund Zahlungsunfähigkeit zeigt sich im Zahlungsverhalten meist schon Monate vor dem tatsächlichen Insolvenzfall. Zahlungsverzug im europäischen Vergleich Die Studie hatte ebenfalls bereits im Herbst 2006 einen Anstieg der Verbraucherinsolvenzen prophezeit. Jedoch sind die Risiken bei den Geschäftskunden gesunken. Die globale Verfügbarkeit von Bonitätsauskünften und Zahlungserfahrungen gerade im Groß- und Einzelhandel ist bekanntermaßen ein Kriterium für den wirtschaftlichen Erfolg. Dennoch liegt gemäß der oben erwähnten Studie die Entscheidung eines Lieferstopps mit ca. 60 % in den Händen der Geschäftsleitung. Rückgang von Insolvenzfällen? Gerade im Handel kann eine Verschlechterung der Zahlungsmoral der Kunden sehr schnell zu Verzögerung in der Zahlung und damit zu Liquiditätsengpässen führen. Verfügt ein Unternehmen über die notwendigen Informationen, so kann schnell gegen gesteuert werden. Oft werden in jahrelangen Geschäftsbeziehungen die Augen gegenüber einer Verschlechterung des Zahlungsverhaltens eines Partners verschlossen. Vor dem Zahlungsausfall klug zu sein heißt die Devise. Nutzung von Sanktionslisten im weltweiten Handel Nicht in allen Unternehmen sind offenbar die komplizierten Kontrollmechanismen bereits eingerichtet worden. Die Probleme sind nachvollziehbar: Kontrollen gegenüber einzelnen Embargoländern oder bestimmten Embargowaren sind organisatorisch darstellbar und in der Vergangenheit auch erfolgreich praktiziert worden. |
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