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Zehn Tipps, wie Unternehmen Zahlungsausfälle vermeiden können.

Neben steigendem Wettbewerbsdruck
und vergleichsweise hohen Kosten und Abgaben hat der deutsche
Mittelstand auch zunehmend mit schlechter Zahlungsmoral zu kämpfen.
Diese kann insbesondere für Unternehmen mit geringem Eigenkapital schnell
zur Bedrohung werden, da überfällige oder ausbleibende Forderungen
zwischenfinanziert werden müssen. Das gefährdet die Liquidität und kann die
eigene Handlungsfähigkeit signifikant verschlechtern. Ein deutschlandweites
Problem: Experten schätzen die Summe überfälliger Rechnungen
hierzulande auf über 900 Mrd. Euro, laut Statistik werden heute die
Rechnungen in Deutschland durchschnittlich erst nach knapp dreizehn Tagen
nach Zahlungsziel beglichen.
Alternative Finanzierungsmodelle wie das Factoring bieten hier einen
professionellen und flexiblen Ausweg, steigern die Liquidität und sichern die
Unternehmensfinanzierung. Allerdings gibt es auch einige vergleichsweise
einfache Methoden, wie Unternehmen in Eigeninitiative das Problem
verzögerter oder ausbleibender Forderungen einschränken können.
Der Finanzdienstleister Bibby Financial Services hat nun zehn wertvolle Tipps
zur Vermeidung von Zahlungsausfällen für den deutschen Mittelstand
zusammengefasst. Jörg Freialdenhoven, Geschäftsführer der Bibby Financial
Services GmbH in Düsseldorf, zu der Initiative: „Eine präzise und
aufmerksame Buchführung steht in der Unternehmensführung selten im
Mittelpunkt des Interesses. Jedoch lohnt es sich, einige Standardprozesse
unter die Lupe zu nehmen und gegebenenfalls zu optimieren. Mit diesen
Tipps wollen wir dem Mittelstand eine Möglichkeit zur Selbsthilfe in finanziell
herausfordernden Zeiten geben.“

Zehn Tipps, überfällige Forderungen und Zahlungsausfälle zu vermeiden:

1. Kreditwürdigkeit prüfen
Das Überprüfen der Bonität eines potenziellen Kunden wird im Eifer des
Gefechtes häufig vergessen bzw. vernachlässigt. Dabei ist das Einholen von
Informationen über einen zukünftigen Geschäftspartner ein Zeichen für
professionelles Geschäftsgebaren. Wirtschaftsauskunfteien und der
Bundesanzeiger erteilen hier die nötigen Auskünfte und geben of Aufschluss
über die zu erwartende Zahlungsmoral, ganz gleich wie groß oder erfolgreich
das Unternehmen ist.

2. Geschäftsbedingungen einsetzen
Die Geschäftsbedingungen sind ein wesentlicher Bestandteil in der
schriftlichen Kommunikation mit bestehenden und zukünftigen Kunden, denn
sie klären über Rechte auf, schränken Haftungen und Verbindlichkeiten ein
und schützen das eigene Unternehmen. Daher sollten die
Geschäftsbedingungen auch in jedem vertraglich relevanten Schriftstück
enthalten sein.

3. Zahlungsbedingungen festlegen
Um spätere Missverständnisse zu vermeiden, sollten vor Beginn jeder
Geschäftsbeziehung die Zahlungsbedingungen festgelegt und von den
jeweiligen Geschäftspartnern bestätigt werden.

4. Pünktliche Rechnungsstellung beachten
Wer pünktlich sein Geld erhalten möchte, sollte auch darauf achten, pünktlich
die Rechnung zu stellen und Verzögerungen zu vermeiden. Außerdem ist es
wichtig, dass die Rechnung auch bei der zuständigen Person des
Vertragspartners landet, von daher auch immer auf die direkte Ansprache der
Zielperson achten.

5. Klar kommunizieren
Die Kommunikation mit Kunden und Dienstleistern wird oft unterschätzt, kann
aber die Zahlungsmoral durchaus positiv beeinflussen. Von daher ist es
ratsam, den Eingang jeder Rechnung mit einem kurzen Anruf zu überprüfen.
Außerdem sollte der jeweilige Geschäftspartner direkt über noch ausstehende
Zahlungen informiert werden.

6. Exakt Buch führen
Eine genau detaillierte Dokumentation der ein- und ausgehenden Rechnungen
und eine gut strukturierte Ablage tragen maßgeblich dazu bei, den Überblick
zu behalten und schneller auf ausstehende Forderungen zu reagieren.

7. Verzugszins geltend machen
Sollten Forderungen auch nach dem Mahnungsprozess ausbleiben und
rechtliche Schritte bevorstehen, sind Unternehmen laut § 288 des BGB
berechtigt, den entstandenen Zinsschaden mit einem Verzugszins in
Rechnung zu stellen. Der Verzugszins für Unternehmen beträgt acht Prozent
plus Basiszinssatz.

8. Bonität im Auge behalten
Es lohnt sich, die Kreditwürdigkeit der bestehenden Kunden zwei Mal jährlich
zu prüfen.

9. Schnelle Zahlungen „belohnen“
Die Einführung einer Skontofrist, also des prozentualen Preisnachlasses bei
Zahlung innerhalb eines festgelegten Zeitraumes, schafft einen zusätzlichen
Anreiz für die Kunden, die Rechnungen zügig zu bezahlen.

10. Finanzierungsalternativen prüfen
Moderne Finanzierungsalternativen wie beispielsweise das Factoring sind
flexible und professionelle Formen der Unternehmensfinanzierung, die vor
fälligen oder ausbleibenden Forderungen schützen und die Liquidität
signifikant steigern können. Factoringanbieter wie Bibby Financial Services
übernehmen beim Factoring das Forderungsmanagement ihrer Kunden, die
wiederum im Gegenzug bis zu 85 Prozent des Rechnungswertes innerhalb von
24 Stunden von Bibby Financial Services erhalten. Der Restbetrag folgt
abzüglich einer geringen Gebühr und Zinsen, sobald der Debitor die Forderung
beglichen hat. Ein positiver Zusatzeffekt: da das Forderungsmanagement bei
Bibby Financial Services liegt, wird das jeweilige Unternehmen von einem
Großteil administrativer Aufgaben entlastet und kann sich voll und ganz auf
sein Kerngeschäft konzentrieren.

Besonders kleine und mittlere Unternehmen befürchten häufig, wertvolle Kunden zu
verlieren, wenn sie beim Forderungsmanagement selbstbewusst auftreten. Völlig zu
unrecht, denn ein konsequentes Forderungsmanagement ist durchaus ein Zeichen
professioneller Geschäftsführung. Unsere zehn Tipps für den Mittelstand sind ein
erster Schritt, sich vor überfälligen Forderungen zu schützen und den Cashflow im
Unternehmen zu erhöhen.

Date Added:
14.01.2009
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